Quiz zur Testvorbereitung — Wissen zum sportlichen Handeln im sozialen Kontext
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Kompakte Zusammenfassung der Präsentation
Die Bedeutung des Sports variiert je nach Perspektive:
| Biologisch | Ausgleich von Bewegungsmangelkrankheiten (Gesundheit) — z. B. Rehasport |
| Politisch | völkerverbindend, überwindet Grenzen, baut Vorurteile ab — z. B. Olympia |
| Sozial | Erlernen von Werten und Normen, Freizeitgestaltung — z. B. Umgang mit Sieg/Niederlage |
| Pädagogisch | Entwicklungsfeld für Persönlichkeit, Identität, Selbstwert — z. B. Selbstbewusstsein |
| Ökonomisch | Wirtschaftsfaktor mit großen Geldsummen — z. B. Werbung im Sport |
| Ästhetisch | Mittel für einen geformten Körper — z. B. Fitnessstudio |
Motive sind aus Verhalten und sprachlichen Äußerungen erschlossene Bereitschaften, sich situationsüberdauernd (genereller), zeitlich überdauernd (zeitstabiler) und persönlichkeitsspezifisch (individueller) zielgerichtet zu verhalten → stabile Persönlichkeitsmerkmale (Bsp. Gesundheitsmotiv).
Motivation meint die aktuellen Prozesse, die unter situativen Bedingungen zu Verhalten führen und es in Gang halten — das auf emotionaler/neuronaler Aktivierung beruhende Streben nach Zielen. Sie ist intrinsisch (Interesse, Leistung) oder extrinsisch (Belohnung, Zwang); Bsp. Leistungsmotivation.
Nach Gabler werden Motive nach ihrem Bezug (auf das Sporttreiben selbst / das Ergebnis / als Mittel für weitere Zwecke) und danach unterschieden, ob sie ichbezogen sind oder im sozialen Kontext stehen.
Sechs Motive nach Kurz: Bewegungsmotiv, ästhetischer Reiz, Leistungsmotiv, Gesundheitsmotiv, Spielmotiv, Anschlussmotiv.
Mehrwert: Persönlichkeitsentwicklung, Entwicklungsförderung durch Bewegung/Spiel/Sport, Aneignung sozialer Kompetenzen.
Doppelauftrag: Qualifikation zur Teilhabe an der Sport- und Bewegungskultur (Erziehung zum Sport) + Entwicklungsförderung durch Sport und Bewegung (Erziehung im Sport).
„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Es kommt nicht nur darauf an, was gesagt wird, sondern auch, wie.
Modell nach Schulz von Thun (1981) — vier Seiten einer Nachricht zwischen Sender und Empfänger:
Beispiel „Spiel den Ball ab!“: Sach = Aufforderung; Selbstkundgabe = „Ich möchte den Ball auch zugespielt bekommen“; Beziehung = „Du spielst egoistisch und unfair“; Appell = „Mach schneller“.
Voraussetzungen gelingender Kommunikation: zuhören, ausreden lassen, keine Beleidigungen, Sachinformation im Vordergrund, andere Meinungen respektieren, Toleranz, keine abfällige Gestik/Mimik.
Mannschaft = soziale Gruppe mit gemeinsamer Zielsetzung. Mannschaftstypen:
| Interaktiv | interaktives Zusammenspiel, Kommunikation — Fußball, Handball, Basketball |
| Summativ | gleichzeitiges/gleichartiges Handeln, Summation aller Kräfte — Tauziehen, Rudern |
| Additiv | Addition der Einzelleistungen = Mannschaftsergebnis — Tischtennis, Reiten, Fechten |
Kennzeichen einer Mannschaft: soziale Einheit, Positionen, Rollen, Normen, gemeinsames Ziel.
Zusammenhalt: Aufgabenzusammenhalt (Zusammenarbeit aufs Ziel) und sozialer Zusammenhalt (Sympathie, Miteinander).
Auch: Affekt, Gefühl, innere Empfindung. Komplexes Muster aus vier Komponenten: physiologische Reaktionen, Gefühle, kognitive Prozesse, Verhaltensreaktionen. Drei Funktionen: Verhaltensauswahl (Furcht → Fliehen), Regulierung von Intensität/Ausdauer, Lernen (Abspeichern).
Positive Emotionen (Freude, gute Laune, Spaß, Zufriedenheit) sind Energiespender. Das Gehirn kann nicht gleichzeitig zwei verschiedenartige Erregungsimpulse verarbeiten (Baumann 2006) → ideales Training = freudvolle Grundstimmung + ernsthafte Leistungsbereitschaft.
Negative Emotionen: Angst, Nervosität, Stress (Ursachen u. a. Überforderung, Bedrohung) → Minderung der Leistungsfähigkeit.
Auslöser: Sturzgefahr, Unbekanntes, Orientierungsprobleme, lautes Geräusch, Schmerz, Gleichgewichtsverlust.
| Körperlich | Pupillenerweiterung, Gesichtsblässe, Zittern, Übelkeit |
| Motorisch | gehemmte/unkoordinierte Bewegungen, Verkrampfung, Abnahme des Bewegungsumfangs, gestörter Rhythmus |
| Verhalten | Drückebergerei, aggressives Handeln, Passivität, Angeberei/Großsprecherei |
Setzt eine Schädigungsabsicht voraus. Positive Aggression = Tatendrang/Energie. Auslöser: Angriffe gegen die eigene Person, Bedrohung/Blockierung eigener Ziele, Umwelteinflüsse (Stress, Hitze, Kälte, Lärm). Strategien: Selbstgesprächsregulation und Aktivationsregulation (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson — bewusste An- und Entspannung von Muskelgruppen).